Sich-leben und die Achtung vor uns selbst!

Hallo :-),
Frank und ich heißen Dich wieder auf unserem Blog – sich leben – herzlich willkommen. Um sich selbst wirklich leben zu können, braucht man den Grundstock der Selbstliebe, die Achtung und den Respekt für sich selbst.

Denn, wenn man den Weg des sich leben geht, dann entspricht man plötzlich nicht mehr der Norm. Und wenn man nicht mehr die Norm lebt, dann kann das Leben manchmal ganz schön hart und an die Grenzen gehend sein.

Damit man dann nicht, um sich zu schützen, hart und arrogant nach außen auftritt, ist es wichtig sich mit allem was ist, annehmen zu lernen und das kann ganz schön schmerzhaft sein und gleichzeitig sehr befreiend.

Sich leben! - tun wir das wirklich?

Mit dem letzten Beitrag habe ich bestimmt, so manchen von Euch an die Grenze gebracht. Doch wir müssen alle tiefer schauen lernen, denn die Zukunft wird in allen Bereichen unseres Lebens noch herausfordernder sein als bisher.

Wir dürfen wieder lernen, aufeinander zuzugehen und uns gegenseitig helfen, uns gegenseitig unterstützen, um kraftvoll und gestärkt aus diesen Zeiten hervorzukommen.

Dazu gehört, dass jeder von uns bei sich selbst anfängt. Bereit ist zu sehen wie man mit sich selbst umgeht. Ich kann aus langjähriger Erfahrung sagen, dass man sich jeden Tag anschauen darf, sich selbst beobachten darf, um zu erkennen wie man gestrickt ist.

Immer wieder aufs Neue darf man überrascht sein, was da so alles an Verhaltensweisen in einem sind, mit denen man sich selbst und auch anderen weh tut ohne es zu wollen.

Sich-leben

Sich leben - Zeit Deines Lebens!

Dann denkt man, man hat sich durchschauen gelernt, hat gelernt sich so anzunehmen, zu achten und zu respektieren wie man ist und dann…., bricht aus heiterem Himmel eine riesengroße Katastrophe über ein herein und all das was man bis dahin gelernt hat wird geprüft.

Wird auf alle möglichen Funktionen geprüft, so wie Achtung vor dem Leben, Respekt vor sich und dem Anderen, Flexibilität, loslassen und annehmen können etc., um dann daraus für alle Beteiligten das Beste zu machen.

Gerade dann, in solchen Situationen darf man stark sein und weiter dabei bleiben – sich leben – zu wollen und das mit seinem Ganzen SEIN. Doch dazu gehört, das man den Schmerz, die Angst, Vertrauen- und Hoffnungslosigkeit, die Wut, die Verzweiflung und die fehlende Liebe für sich und Andere annehmen und akzeptieren lernt.

Hat man das geschafft, dann darf man lernen nicht zu resignieren, um dann Depressiv in der Ecke zu hängen. Sondern darf wieder Vertrauen haben lernen, in dem Bewusstsein, das sich immer ein Weg finden wird.

Sich leben heißt - Du lernst Dich selbst kennen, damit Du Dein Gegenüber verstehen kannst, wenn alles aus dem Ruder laufen will.

Mit dem Verständnis für Dein Gegenüber, gewinnst Du Kraft und einen unglaublichen Einfallsreichtum, um Eure Beziehung wieder zu festigen und um Euch eine neue stärkere Verbundenheit zu schenken.

Dabei ist es einerlei ob es eine Freundschaft, Arbeitskollegen, eine Paarbeziehung, bei Ämtern oder eine Familie ist.

Es ist Zeit Dein Leben zu leben

Plötzlich in eine andere Welt versetzt - Alptraum!

Vor fast eineinhalb Jahren, brach genau so eine unvorhersehbare Katastrophe über uns hinein. Frank und ich fanden uns plötzlich in einer ganz anderen Welt wieder, als die die wir uns aufgebaut hatten.

Es war so heftig für uns, das ich selbst erst einmal richtig kühl und überheblich wurde. Ich verletzte auf Grund dieser Situation, den Frank dabei so sehr und so tief, auf eine Art die mir eigentlich fremd ist, dass ich über mich selbst sehr erschrocken war.

Nur dadurch, dass Frank und ich bereit waren uns in den vorherigen Jahren immer besser kennen lernen zu wollen, haben wir es sofort erkannt und umwandeln können. Doch glaub mir, geliebt habe ich mich für dieses Verhalten nicht, ich hatte ganz schön damit zu tun, Frank so verletzt zu haben, in einer Situation wo es mehr als unpassend war.

Überhaupt durfte ich in dieser Zeit die Liebe zu mir selbst, auf eine ganz neue Art und Weise in mir wachsen und reifen lassen. Das – sich leben – durften wir in dieser Zeit zu unser ersten Haut werden lassen, denn wenn wir es nicht gemacht hätten, hätten wir nicht so viel zum Guten in Bewegung bringen können.

Sich Leben – und die Liebe zu sich selbst, sind unmittelbar miteinander verbunden.

Die Falschheit die tagtäglich von den Medien über uns hereinfällt und die wir leider immer mehr leben, dürfen umgewandelt werden. Genau das ist es was unsere Kinder wollen. Sie wollen das wir uns Leben mit allem was wir sind und das mit Achtung und Respekt vor uns selbst.

Kinder leben nicht den Schein den wir nach außen leben, sie leben das was in uns versteckt ist. Sie leben das was wir versteckt in uns leben. Erst dann, wenn wir Achtung und Respekt für uns in uns tragen und leben, werden sie uns auch wieder mit Achtung und Respekt gegenüber stehen.

Ein bewegendes Erlebnis!

Ich kann dazu von einer kleinen sehr bewegenden Begebenheit, die ich vor kurzem bei unserem Zahnarzt erlebt habe, erzählen.

Als ich schon eine Weile beim Zahnarzt saß, kamen zwei junge Männer im Alter von ca. 18 Jahren herein. Sehr gepflegt, aber auch sehr Kopfbetont und ununterbrochen mit ihrem Handy beschäftigt.

Dann kam eine Dame in etwa meinem Alter mit hinzu, mit einem noch recht jungen Äußeren. Grüßte mich, weil wir uns schon Mal begegnet waren und auch die beiden jungen Männer, die sie anscheinend kannte.

Tanz um Dein Leben!

Fotograf: Paul-Georg Meister http://www.pixelio.de

Nach einer Weile kam ein älterer, sehr schlanker hochgewachsener Herr herein, der sehr wackelig auf seinen Beinen unterwegs war. Er hatte eine liebe, offene und wache Ausstrahlung.

Ich mochte ihn sofort.

Er war so wackelig unterwegs, dass ich schon aufspringen wollte, um im beim ausziehen seiner Jacke zu helfen. Doch da ich die Erfahrung gemacht habe, dass viele ältere Leute sich gekränkt fühlen, wenn ich ihnen meine Hilfe anbiete, habe ich diesen Herrn erst einmal beobachtet.

Die beiden jungen Männer, saßen neben mir, mit ihren Fingern unglaublich schnell auf ihren Handys unterwegs. Die Dame saß mir schräg gegenüber, dem Anschein nach, recht entspannt auf ihrem Sessel und der alte Herr mir gegenüber. Er wurde aufgerufen und er hatte wirkliche Schwierigkeiten aufzustehen, so dass ich ihm meine Hilfe anbot.

Der Herr strahlte über sein ganzes Gesicht, lies sich helfen und bat mich auch, ihn auf dem Weg zum Behandlungsraum unterstützend zu begleiten. Das tat ich und das mit einem unglaublichen Vergnügen, weil dieser Herr wirklich sehr sympathisch war.

Als ich mich wieder in das Wartezimmer setzte, merkte ich wie sich die ganze Stimmung verändert hatte. Es war irgendwie, wie ein betretendes Schweigen. Ich versuchte mich in dieser Situation so gut es ging zu entspannen und meine Häkelarbeit zu genießen.

Dankbarkeit, Respekt und Offenheit.

Nachdem der Herr wieder in das Wartezimmer kam, half ich ihm sofort wieder, bis zum Tresen zu kommen und auch seine Jacke anzuziehen. Dabei erwähnte er, dass er seinen Stock vergessen hatte und er sehr Dankbar sei von mir diese Unterstützung zu bekommen.

Es war aber nicht nur der Herr beschenkt, sondern auch ich. Denn die Verbindung zwischen uns, war mit gegenseitiger Achtung, Respekt und Offenheit gesegnet. Es war einfach eine sehr schöne Begegnung.

Die Leute im Raum beobachteten uns und als ich mich setzte, bemerkte ich die verstohlenen Blicke der anderen anwesenden Personen.

Die Dame in meinem Alter, distanzierte sich von mir und meinem Verhalten, doch einer der jungen Männer, der doch so mit seinem Handy beschäftigt war, bedachte mich beim verlassen der Praxis, mit einem unglaublich warmen und offenem Lächeln. Man merkte richtig, dass er geistig vor mir den Hut zog.

Dieses Lächeln haute mich förmlich um. Es war eine Menschlichkeit zwischen den Generationen, wie ich sie außer mit meinen Kindern, selten erlebe.

Alles Liebe
Anita Vejvoda

Anita Vejvoda

Ich liebe die Liebe, das Leben und das Lachen und all das darf in jedem erwachen. ... Sei mit dabei!

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Evi

Selbstliebe,
ja, so schwierig ist die Selbstliebe. Das erfahre ich auch, da ich Liebe in meiner Jugend nicht bekam. Dadurch – uim zu überleben – habe ich mich selbst vergessen und bin auf die Bedürfnisse der anderen eingegangen. Damals lebensnotwendig aber später wurde das zu meinem Verhängnis. Mein Muster war so eingeprägt, dass ich in allen Beziehungen, privat und geschäftlich, die Führung übernahm um andere zu „retten“. Menschen, die wie in meiner Herkunftsfamilie auch emotional verletzt waren, nutzten mich dadurch aus. Und Menschen die mein Verhalten nicht akzeptierten, verletzten mich. Also hatte ich mit niemanden einen guten, gesunden Kontakt. Erst durch SELBSTLIEBE lernte in meine Gefühle – auch die verletzten kennen und annehmen – und dadurch meine eigenen Bedürfnissen vor die von anderen stellen. Obwohl es erst gar nicht so einfach ist, die eigene Bedürfnisse zu spüren. Denn das kannte ich nicht. Es hat auch gar nichts mit egoismust zu tun. Es ist die Voraussetzung für Beziehungen die mein Leben bereichern und nicht verarmen. Ich wurde verletzt und habe dadurch auch wieder verletzt. Meine Grenzen zu erkennen ist meine Identität. Und als ich dies auch ehrlich lebe kann ich viel besser auch die Grenzen der andere sehen und akzeptieren. Jetzt geht es darum mein Leben zu lieben, zu gestalten. Andere dürfen hieran teilnehmen, wenn es für mich eine Bereicherung ist. Denn wenn ich möchte, kann ich dann freiwillig mit offenem Herzen hiervon abgeben!

Reply
    Anita

    Vielen Dank für Dein so ausfürliches und gutes Kommentar!

    Ja genau so ist es 🙂
    Es ist manchmal ganz schön hart, aber sehr lohnenswert.

    Alles Liebe für Dich
    Anita

    Reply
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