Vom Soll und Haben und dem Haushaltsgeld.

Viele Jahre konnte ich, auf Grund von extremen Ängsten, mit meinem Haushaltsgeld nicht richtig frei umgehen. Dadurch fühlte ich mich häufig sehr eng und innerlich eingesperrt.

Viele Dinge die ich gerne umsetzen wollte, scheiterten auf Grund meiner Einstellung zum Geld. Ich war darin unglaublich festgefahren und ich hatte es wirklich nicht einfach, mich da raus zu holen.

Doch ich wollte mich auch mit dem Thema Geld, innerlich frei fühlen und darum habe ich natürlich immer die Augen und Ohren offen gehalten, damit ich auch das eines Tages umsetzen konnte. Ich fühle mich heute im Umgang mit Geld bzw. mit meinem Haushaltsgeld, um vieles freier. Was mir mein Leben um einiges leichter macht.

Ich begriff sehr schnell, dass ich vieles was ich brauche oder gerne haben möchte, selbst machen kann. Dieser Teil fiel mir sehr leicht, da ich in einer Handwerksfamilie groß geworden bin und mir diese Geschicklichkeit in die Wiege gelegt worden ist.

Und wenn man für etwas eine Begeisterung hat, dann kommen die Dinge, die man dafür braucht, fast wie von selbst zu einem. Begeisterung und Schaffenskraft bringt vieles in Fluss. Es lässt das Geld in seinem Portmonee und in der Haushaltskasse frei werden. Es ist wie, als wenn es sich seinen eigenen Weg sucht, um seinen Besitzer zufrieden zu stellen.

haushaltskasse

Die eigenen Wünsche beim Haushaltsgeld einplanen lernen.

Um Geld wandelbar zu machen, darf man Träumen und das kann ich.

Ich habe ganz besonders bei materiellen Dingen, die ich zum Handwerken brauche, das fertige Stück sofort vor Augen und schon bald ist das Geld für das Material oder das Material selbst da.

Bei Musikinstrumenten ist es ähnlich. Sobald ich spüre, dass dieses oder jenes Instrument gebraucht wird, dauert es gar nicht lange und ich habe genau das, was ich mir vorgestellt habe.

Was für mich schon fast lebensnotwendig ist, ist ein Garten. Den habe ich immer gehabt. Wenn sich meine Wünsche und Vorstellungen verwirklicht haben, staune ich jedes Mal darüber, wie ich das mit meinem Haushaltsgeld umsetzen konnte.

In meiner vorherigen Beziehung, durfte ich eine ganz eigene Erfahrung, mit dem mir zur Verfügung stehenden Haushaltsgeld machen.

Bevor ich Kinder bekam, verdiente ich mein Geld selbst und ich habe mir mit diesem all das gekauft, was mir Spaß machte. Manchmal viel zu viel Klüngel kram, das gebe ich zu :-), doch es hatte mir immer einen riesigen Spaß gemacht.

So etwas würde ich natürlich heute nicht mehr machen, denn dafür wäre mir mein Haushaltsgeld viel zu kostbar. Aber zu der Zeit, konnte ich mir alles frei kaufen.

Die Beziehung zu meinem damaligen Partner wurde enger und so mit floss mehr von meinem Geld in die gemeinsame Haushaltskasse. Zu diesem Zeitpunkt fing es an, dass ich im Umgang mit Geld enger wurde.

Nachdem ich als Mutter und Hausfrau zu Hause war, erlebte ich diesen Zustand immer extremer. Ich traute mich überhaupt nicht mehr, etwas für mich auszugeben. Das fing bei der Kleidung für mich an und hörte bei Büchern, die ich gerne haben wollte, um das Leben und mich besser verstehen zu können, auf.

Wenn ich etwas vom Haushaltsgeld für mich ausgeben wollte, brauchte ich meinen ganzen Mut, um diese Ängste in mir zu überwinden. Ich bekam jedesmal regelrechte Schweißausbrüche, wenn ich zur Kasse ging, um zu bezahlen.

So wenig Wert habe ich mich als Hausfrau und Mutter gefühlt, was noch durch die Einstellung meines damaligen Partners, das ich als Mutter ja sowieso nichts tue und er das Geld nach Hause bringt, unterstützt wurde.

Erst als ich erkennen lernte, wie wichtig die Aufgabe einer Mutter, einer Hausfrau und einer Partnerin ist, wuchs in mir das Bewusstsein das mein Partner mich, mit meinen Qualifikationen, hätte nie bezahlen können.

Wodurch ich immer mehr Sicherheit darin gewann, das Haushaltsgeld auch für mich selbst einzusetzen. Es brauchte natürlich noch seine Zeit, bis ich darin immer sicherer wurde, auch ohne Bockkopf, die Dinge zu besorgte die ich brauchte. Denn es gab danach häufig Streit.

Das Haushaltsgeld war plötzlich zu einer kleinen Bank geworden.

geldwert

Je mehr ich mich selbst in Liebe so annehme wie ich bin, umso leichter kann ich mit Geld und somit mit unserem gemeinsamen Haushaltsgeld umgehen und umso sicherer stehe ich im Leben.

Warum das so ist?

Geld ist noch der Dreh und Angelpunkt in unserer Gesellschaft. Mit ihm besorgen wir uns alles Materielle oder zumindest das Meiste davon, was wir für unser Leben brauchen. Daher ist es nicht nur wichtig sich selbst Wert zu schätzen, sondern auch das Geld und das ganz unabhängig davon, was für schmutzige Geschäfte mit Geld laufen.

Doch da gibt es noch etwas was mir geholfen hat, freier mit Geld und der damit verbundenen Haushaltskasse umzugehen.

Die Buchführung (fürs Haushaltsgeld)

Ich hatte es auf der Meisterschule gelernt, doch danach aber nie angewendet.

Eines Tages fühlte ich mich so hilflos, in dem Kaufen und Haben wollen und nicht wissen wie, dass ich anfing für unseren privaten Haushalt vorweg zu kalkulieren. Ich holte mir ein D4 Heft, denn ich hatte noch keinen Rechner und legte los.

Ich schrieb oben den Monat und das Jahr ein, teilte die Seite durch einen Strich von oben nach unten.

Schrieb in die linke Spalte oben HABEN und in die rechte Spalte oben SOLL ein. Ins HABEN kamen alle Einnahmen in Form von Lohn und Kindergeld ectr. und in die rechte Spalte für das SOLL, trug ich alle anstehenden Ausgaben, wie z.B. Miete, Strom, Wasser, Versicherung, Telefon und was da noch so alles anstand. Das machte ich für alle Monate im anstehenden Jahr.

So lernte ich über das Haushaltsgeld mit Geld freier umzugehen.

Ich konnte endlich loslassen, war das erholsam. Ich brauchte nicht mehr die ganzen Zahlen immer wieder im Kopf hin und her bewegen, brauchte keine Angst mehr zu haben, irgendetwas zu vergessen.

Nun konnte ich kreativ sein.

Konnte mit den Zahlen spielen, um das was wir erübrigen konnten, gewinnbringend für die Firma Familie einzusetzen. Es konnten Maschinen für die Werkstatt, Rechner, Getreidemühle und das dazugehörige Getreide gekauft werden.

Alles Geld konnte gezielt eingesetzt werden und das Haushaltsgeld war plötzlich zu einer kleinen Bank geworden. Zu guter letzt für unsere Arbeit im Netz. Es war plötzlich Geld für Seminare, Bücher und vielem mehr da, was mit unserem geringen Einkommen damals, sonst schwerlich möglich gewesen wäre.

Dazu haben Frank und ich uns noch mehr im Backen und Kochen, sowie im Gartenbau und vielem mehr geübt. Was uns die Möglichkeit gab, an Stellen wie z.B. Essen zu sparen und trotzdem keinen Qualitätsverlust zu erleiden, sondern eher noch höhere Qualität zur Verfügung zu haben.

Je mehr und je freier ich bereit bin, das Haushaltsgeld für mich, meine Lieben und meinen inneren Wachstum einzusetzen, um so eher fließt noch viel mehr als das zu mir zurück.

Das Geld gehört noch zu unserem Leben.

Und wie es das Wort Haushaltsgeld schon in sich trägt, darf man mit seinem Geld haushalten lernen. Wenn man genau weiß, wohin das Geld fließt, kann man auch seine Richtung korrigieren.

Daher ist es viel geschickter, sich spielerisch damit auseinander zu setzen und zu lernen damit umzugehen. Die kommenden Zeiten verlangen es sogar von uns, damit wir trotz äußerlicher finanzieller Einengung, uns innerlich frei fühlen.

Wenn man lernt, Geld als eine Form von Energie zu betrachten, dann fließt sie, je nachdem wie man sich selbst, dem Leben und dem Geld gegenüber eingestellt ist, von einem weg oder zu einem hin.

Wenn man sein Geld, mit dem man haushalten darf, als ein Geschenk ansieht, statt es als Last oder als Schmutz zu betrachten, dann darf man erfahren, dass man viel mehr für sein Geld bekommt, als es normal üblich wäre. Es ist wie mit der wandelbaren Zeit. Alles ist relativ!

Frank und ich wünschen Dir, einen innerlich freien Zugang zu Deinem Haushaltsgeld und einen genussvollen Tag.

Alles Liebe
Anita Vejvoda

Anita Vejvoda

Ich liebe die Liebe, das Leben und das Lachen und all das darf in jedem erwachen. ... Sei mit dabei!

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Marie

Für mich ist es mittlerweile auch sehr wichtig geworden ein Haushaltsbuch zu führen. So habe ich alle Kosten im Überblick und weiß genau, was ich wofür ausgeben und wo ich eventuell etwas für andere Dinge einsparen kann. Es lohnt sich, denn mit der Zeit zahlt sich die ganze Arbeit aus.

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