Gefühle bringen uns oft an unsere Grenzen!

Ich denke fast jeder von uns, ist schon mal an seine gefühlsmäßigen Grenzen gekommen. Hat da- gestanden und die Welt nicht mehr verstanden. Es schien plötzlich so, als wenn das Unterste nach Oben gekehrt ist und umgekehrt. Nichts mehr auf seinem Platz, alles was man sich innerlich an Richtlinien aufgebaut hat, ist durcheinander.

Der Schmerz, das Gefühl frei im Fall vor sich hin zu stolpern, irgendwie noch einen Fuß vor den anderen zu setzen, damit alles weiterläuft so gut es geht. Man fällt plötzlich in eine Welt, die mit der eigentlichen Welt überhaupt gar kein Kontakt mehr zu haben scheint.

Alle um einen herum versuchen einen zu verstehen, doch sie können einen gar nicht verstehen, weil sie nicht sehen was man selbst sieht. Weil sie nicht hören was man selbst hört. Einerseits ist die eigene plötzlich neue Welt in dieser Zeit voller Kummer oder auch entsetzen und doch ist sie irgendwie feiner, filigraner. Viele Dinge die man vorher nicht verstanden hat, versteht man plötzlich.

Der andere Gefühlsmäßige Blickwinkel für das Leben.

Man ist plötzlich in eine Welt hinein katapultiert worden, die einem einen ganz anderen Blickwinkel für das Leben, für sein Leben schenkt. Doch man steht häufig ganz alleine da. Fast keiner kann in unserer Gesellschaft solche tiefgehenden Gefühle wirklich verstehen, wenn er nicht selbst betroffen ist.

Weil wir nicht gelernt haben, solche Gefühle mit dem anderen mitfühlen zu können. Denn es sind große Gefühle, die weit über unseren Körper hinaus gehen. Da wir uns aber immer nur an unserem Körper gebunden fühlen und auch nur ihn als Realität wahrnehmen, sind wir nicht in der Lage große Gefühle zu fühlen.

Wir tun daher Gefühlsausbrüche, die uns zeigen in was für einer verzweifelten nicht verstandenen Gefühlslage sich der andere befindet, mit einem - Du bist wohl nicht mehr ganz bei Dir oder das ist nur deine Realität - ab, um ja nicht diesen Schmerz wirklich erfassen zu müssen. Um nicht verstehen zu müssen.

Denn es bestünde dann ja die Gefahr, dass die eigene Realität, so wie man selbst sie sieht, ins Wanken kommt. Um wirklich zu verstehen, darf man selbst Gefühle leben, darf man lernen mit dem Herzen zu verstehen.

Fühlen sehen, wahrnehmen.

Wenn jemand in einer Schocksituation ist, dann erlebt er in sich einen riesigen Schmerz. Dieser Schmerz ist so groß, dass der Körper ihn alleine gar nicht fassen kann. Damit man überhaupt einigermaßen damit klar kommt, verlagert sich der Schmerz in den Energiekörper, der weit über unseren Körper hinaus geht.

Es sind dann plötzlich keine Grenzen mehr da, die sagen Du musst Dich so oder so benehmen. Das ist dann einfach nicht mehr wichtig, weil man viel mehr versteht. In Bruchteilen von Sekunden erfasst man sein ganzes Leben auf eine ganz andere neue Art und das will zum Ausdruck gebracht werden. Die Erkenntnisse stürmen plötzlich auf einen ein, sie scheinen von überall her aufzutauchen.

All das, was man schon immer gefühlt, gesehen und wahrgenommen hat, es vor sich aber geleugnet hat, weil man dachte das man sich was einbildet, stürmt auf einen ein.

Dieser Schmerz der Erkenntnis ist häufig so groß, dass es als Wut zum Ausdruck kommen kann. Man schreit und brüllt, kann gar nicht mehr aufhören. Man trommelt mit seinen Händen gegen die Wand, um irgendwie noch das Gefühl von Grenzen haben zu können.

All das muss gelebt werden, weil man plötzlich wütend auf sich ist, das man nie gehört hat, wenn die innere Stimme einen warnte. Weil durch dieses nicht hören, ein so großes Chaos entstanden ist und im schlimmsten Fall sogar noch andere Menschen betroffen sind.

Und all das nur, weil man selbst nicht auf seine innere Stimme gehört hat. Man dachte eher immer, dass man zu überempfindlich sei und deswegen in ganz bestimmten Momenten besondere Einblicke die man in das Leben hatte, als nicht real abtat. Also an sich und seiner Wahrnehmung zweifelte.

Warum machen wir es immer wieder und wieder, diese inneren Stimmen zu überhören?

Wir haben in unserer Gesellschaft eine schier unüberwindbare Realitätshürde eingebaut. Diese sitzt tief in uns. Wenn man diese oder jene Dinge wahrnimmt, dann muss man daraus diese oder jene Konsequenzen ziehen.

Dazu gehört, andere Wege zu gehen als unsere Gesellschaft vorschreibt. Das ist das erste Problem und das zweite ist die mangelnde Selbstachtung. Denn wir sind alle so erzogen worden, dass wir nur was Wert sind, wenn wir dem Bild der Gesellschaft gerecht werden.

Gefühleleben

Unsere Gefühle zu Leben bedeutet Freiheit.

Leben wir aber unsere innere Wahrnehmung, müssen wir immer andere Wege gehen als die, die unsere Gesellschaft uns vorschreibt. Dadurch - und das weiß man ganz gewiss - ist man in dieser Gesellschaft schon ein Außenseiter. Doch der Mensch ist ein Herdentier, er möchte gerne mit dazu gehören, er möchte gerne mit anderen lachen und das Leben leben.

Wenn man in so einer Schocksituation ist, dann tut dieses sehr weh. Der Seelenschmerz, den man dann durchschreitet ist unbeschreiblich. Doch um stark aus so einer Situation wieder heraus zu kommen, ist es wichtig wieder die Gefühle leben zu lernen.

Es ist wichtig zu sich selbst stehen zu lernen. Sich so annehmen zu lernen, wie man ist und genau das zu leben, was einem das innere Gefühl sagt. Damit man innerlich wieder frei ist, um seine jetzige Situation mit einem anderen Blick betrachten zu können. Lässt man die Gefühle zu und lernt man sich mit ihnen zu achten. Lernt man Verständnis für sich in dieser Situation zu haben, dann wird man innerlich immer stärker.

Zu unserem Sein stehen, stärkt uns.

Es ist eine harte Schule. Doch dadurch haben wir die Möglichkeit zu erkennen, immer mehr auf unsere innere Stimme zu hören. Je besser wir das können, umso stärker werden wir, umso sicherer werden wir im Leben stehen. Je mehr wir zu uns und unserem SEIN stehen, umso leichter werden wir mit Schocksituationen umgehen können.

Unser Energiekörper geht weit über unseren physischen Körper hinaus und das was über unseren Körper hinausgeht, das sind wir. Unser Körper ist ein Instrument, um hier auf Mutter Erde leben zu können. Er ist nicht unsere wahre Größe.

Unsere wahre Größe ist weit mehr als wir im ersten Moment in der Lage sind zu fassen, erst die Übung mit dem eigenen Energiefeld, schenkt uns den Blick auf unser eigentliches SEIN. Erst die Übung mit unserer Intuition, mit unserer inneren Stimme umgehen zu lernen, wird uns unserer eigentlichen Größe immer näher bringen.

Unser Energiefeld.

Unser Energiefeld ist unmittelbar mit dem Universum verbunden und unsere Intuition wird von unserem Energiefeld gespeist. Die Intuition, unsere innere Stimme ist der Weg zu unserer eigentlichen Größe, zu unserer eigentlichen Freiheit.

Wenn wir unsere innere Stimme leugnen, dann leugnen wir uns selbst. Dann achten wir uns nicht, dann treten wir uns mit Füßen. Wir können unsere eigene Freiheit nur dann finden, wenn wir uns achten, mit allem was wir sind. Mit allem was wir hören, mit allem was wir fühlen und mit allem was wir an Gefühlen leben.

Sind wir wirklich bereit diesen Weg zu gehen, dann sind wir in der Lage, alles und jeden immer mehr zu verstehen. Das kann ich aus eigener Erfahrung nur bestätigen. Ist man in der Lage mit dem anderen zu fühlen, auch in seinem Schmerz, dann schenkt man sich die Möglichkeit, mit dem anderen in der Situation zu wachsen.

Wenn wir wirklich vom Herzen verstehen wollen, schenken wir dem anderen das Verständnis, was er unbedingt zum heilen braucht und man selbst schenkt sich wieder ein Stückchen Reife und Freiheit.

Alles liebe Anita

Anita

Ich liebe die Liebe, das Leben und das Lachen und all das darf in jedem erwachen. Sei mit dabei!

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Martina Blank

Liebe Anita,

ich danke dir sehr für deine Worte und empfinde es ähnlich, wenn ich es zulassen kann, wenn sich in meinem Herzen die Räume neu öffnen für das, was da ist, geschehen diese wertvollen Prozesse, wie du sie beschrieben hast.

Alles Liebe.

HERZlichst
Martina

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