Wenn wir fühlen lernen, heilen wir uns und alles was ist.

Fühlen lernen, - wir fangen gleich mit dem an 🙂

Wie fühlt sich das Bild oben für Dich an? Lässt Du die Gefühle von Ruhe, sich geborgen oder wohl fühlen zu? Fühlst Du wie Du Dich nach Entspannung und Loslassen sehnst? Oder denkst Du das ist alter Tütelkram, mit so etwas will ich nicht meine Zeit vertrödeln.

Es ist ein sehr altes Gedeck, was auf einem antiken Tisch steht und darunter eine Häkeldecke, von einer älteren Dame gehäkelt. Die Tasse gefüllt mit heißem Wasser, trink ich so gerne :-), eine Scheibe vom selbst gebackenen frischen Mohn-Weißbrot, mit selbst gemachter Erdbeer-Vanille-Marmelade. – Fühlen lernen - Versuche dieses Bild in Dir zuzulassen.

Es steckt Liebe, von mehreren Generationen, in diesem Bild. Der Tisch, das Porzellan, die Häkeldecke. Jeder hat sein Werk mit Liebe vollbracht.

Fühlen lernen will gelernt sein.

Ich habe die Erfahrung gemacht, das fühlen lernen für viele gar nicht so einfach ist. Das die meisten Leute beim erfühlen von Dingen oder Situationen, sich geistig aus dem Stau machen. Ganz klammheimlich, still und leise 🙂

Da steht der Körper der betreffenden Person noch an meiner Seite, aber das seelische Innenleben ist nicht mehr anwesend. Dann gibt es die, die von der Situation ablenken, wenn es um Gefühle zulassen geht. Und dann…..gibt es die, die meinen sie haben überhaupt kein Problem damit und meinten sie hätten alles zugelassen, obwohl die gefühlsmäßige Erfahrung, gerade nur vom Kopf bis in den Hals gekommen ist.

Das ist auch kein Wunder. Gefühle zulassen, bedeutet häufig, auch Schmerz empfinden zu müssen und das haben wir uns in unserer gesellschaftlichen Struktur, über die Zeit immer mehr abgewöhnt. Schon allein das Berufsleben bringt es mit sich, sein Gefühlspegel so gut wie auf Null zu schalten.

Dazu trägt bei:
Kollegen mit denen man sich nicht versteht. Körperliche Beschwerden, bis hin zu wirklichen Schmerzen. Erschöpfung und der Druck, so gut wie möglich zu sein, um seinen Arbeitsplatz zu behalten.

Doch für die Liebe zu sich selbst, braucht man das Fühlen.

Also bleibt uns gar nichts anderes übrig – fühlen lernen - zu wollen, um uns wieder ein gutes Stück näher zu kommen.

Als ich noch draußen im Berufsleben war, wurde ich teilweise kalt und arrogant zu mir und somit auch zu anderen. Das brachte mir nicht unbedingt Freunde ein und Freude fürs Leben schon gar nicht. Denn mit jedem Jahr mehr Berufstätigkeit, schnitt ich mich mehr von meinen Gefühlen ab und somit vom Leben.

Wunschraketen.

Nichts machte mir mehr so richtig Spaß im Leben und an den schönen Dingen des Lebens, die mich beschenkt hätten, bin ich vorbei gelaufen. Ich durfte wieder - fühlen lernen, - um mein Leben wieder zu bereichern, ich wusste nur nicht wie. Doch ich konnte noch Wunschraketen ins Universum schicken und das tat ich mit ganzem Herzen.

Kurze Zeit darauf zog ich aufs Land, bekam einen Garten und mein erstes Kind; und somit begann die Reise zu mir zurück. Wenn man einen Garten hat, führt der Weg automatisch wieder zu sich selbst. Bekommt man dann noch ein Kind dazu, dann kommt alles richtig in Fahrt.

Denn es bleibt einem gar nichts anderes übrig, als wieder - fühlen lernen - zu lernen. Man musst nach dem Wetter fühlen, ob das aussähen zu der gewünschten Zeit auch richtig ist. Bei einem Baby bleibt einem auch nichts anderes übrig, als wieder zu seiner Gefühlswelt zu finden, denn die führt zur inneren Stimme und zur Intuition, was hilft, Deinen Säugling auch ohne Worte zu verstehen.

"lernen fühlen verstehen"

Natürlich musst Du Dir jetzt nicht einen Garten oder ein Baby zulegen nur um wieder - fühlen lernen - zu können. Denn es gibt noch ganz viele andere Möglichkeiten, wieder zu Deiner Gefühlswelt und somit zu Dir zurück zu finden.

Doch erst einmal möchte ich Dir noch beschreiben, wofür es gut ist - fühlen lernen, - als ein attraktives Lebensziel zu sehen. Es ist nicht nur wichtig, um seelisch mit sich wieder in Einklang zu kommen, sondern auch dafür, um das Leben wieder voll wahrzunehmen.

Wieder mit Genuss zu essen, anstatt im Laufschritt auf dem Weg zur Arbeit. Wieder zu fühlen, wie der Kaffee oder Tee Deinen Bauch wärmt und entspannt. Wie das cremige Eis auf Deiner Zunge zergeht und vieles mehr. Zu hören wie die Vögel zwitschern und wie sie Dich, manchmal auf sehr lustige Weise, auf sich aufmerksam machen.

Morgens früh zum Sonnenaufgang oder abends zum Sonnenuntergang, unter einem Baum stehend, einen tiefen Atemzug bis in den Bauch hinein nehmen und die Klarheit, Frische und das Belebende zu riechen und in sich dankend aufzunehmen.

Geniessen...

Ganz besonders das mit Genuss essen, kochen und backen lernen, hat mir geholfen leichter - fühlen lernen - zu können. Aber nicht nur das, sondern es hat mir auch geholfen gewisse Ängste zu überwinden, damit ich richtig gut Kochen und Backen lernen konnte.

Hast Du schon Mal erfahren, wie sich ein richtig guter Hefeteig in Deinen Händen anfühlt, wie er riecht und wie er schmeckt. Mit dem Hefeteig ist es so wie mit der Liebe zu sich selbst. Man braucht dafür das Gefühl, liebevolle Zuwendung, Vertrauen und Geduld.

Beim letzten Blogbeitrag hast Du von mir ein Geschenk bekommen, was für Dich schnell umsetzbar war und heute bekommst Du ein Geschenk, was Dich im - Fühlen lernen, - im Geduld und Vertrauen haben übt.

Du wirst heute mit mir dieses köstliche Mohn-Weißbrot backen lernen.

Du weißt auf jeden Fall schon Mal, das ein Hefeteig ein liebevolles Fühlen, Geduld und Vertrauen braucht. Fühlen dafür, damit Du dadurch erkennst, wann Dein Teig sich richtig gut anfühlt, um ihn gehen zu lassen.

Dein Teig ist dann richtig gut, wenn er sich weich, warm und geschmeidig anfühlt. Geduld, weil Du Deinen Teig nicht so super schnell gehen lässt, sondern ihm einfach Zeit gibst. Wie das geht, wirst Du gleich erfahren. Vertrauen brauchst Du dafür, damit Du mit dem Bewusstsein an das Backen herangehst, dass Du ein richtig guter Bäcker bist und wenn noch nicht ganz, dann aber ganz bestimmt einer wirst.

Fühlen

Was Du zum Fühlen lernen und für das Brot backen brauchst 🙂

1000 g Mehl
1 Päckchen Hefe und 1 Teelöffel Zucker

2 Teelöffel Salz
5 Teelöffel Zucker
4 Esslöffel Öl
einen knappen ½ Liter lauwarmes Wasser
Mohn

Erst einmal gibst Du das Mehl in eine Schüssel oder wie ich es immer mache, in einen Kochtopf mit ca. 25 cm Durchmesser. Gebe die Trockenhefe in eine Tasse und gebe 1 Teelöffel Zucker dazu. Fülle dann lauwarmes Wasser hinein und rühre den Inhalt um. Dann mache in der Mitte des Mehls eine Mulde, gebe dort die Hefemischung rein und rühre vorsichtig Mehl vom Rand hinein, so dass in der Mulde eine etwas zähflüssige Masse entsteht. Decke den Topf oder die Schüssel mit einem Deckel oder Teller zu und lasse den Vorteig an einem warmen Ort ruhen.

Du hast jetzt wirklich Zeit.

Du kannst Einkaufen gehen oder Deinen Abend zum entspannen genießen. Und dann, je nachdem wie warm es an Deinem warmen Ort ist, kannst Du nach 3 – 5 Stunden Deinen Teig weiter bearbeiten.

Verstehen lernen

Selbst wenn der Vorteig ganz abgesackt ist, vielleicht auch am Rand schon ein bisschen fest geworden ist, kannst Du ihn noch verarbeiten. Wenn der äußere Rand getrocknet ist, lasse ich es mit 3/8 l lauwarmen Wasser wieder einweichen.




Dann gebe ich das Öl, Salz und Zucker mit hinzu und knete den Teig durch. Einen knappen 1/8 l habe ich noch bei mir stehen. Davon gebe ich immer etwas zu, wenn der Teig zu Zäh und trocken wird. Knete den Teig gut durch, entwickel einen richtigen Spaß dabei! Lasse Dir Zeit beim kneten. Er sollte nicht mehr an den Händen kleben und trotzdem elastisch sein.



Knete ihn so lange, bis Du das Gefühl hast, das er sich gut in Deinen Händen anfühlt. Wenn er noch zu sehr klebt, darfst Du wieder ein klein wenig Mehl hinzugeben. Fühlt er sich für Dich warm, weich und geschmeidig an, dann forme den Teig zu einer Kugel und lege ihn in die Schüssel oder Topf und decke ihn ab.

Lernen fühlen verstehen

Dann stellst Du ihn an einen warmen Ort und kannst Dir auch wieder Zeit lassen, bis er in etwa 3 Stunden am Rand des Topfes angekommen ist. Selbst dann hast Du noch die Möglichkeit ihn eine Stunde weitergehen zu lassen.

Nun darfst Du ihn mit einem unglaublichen Genuss durchkneten, denn er ist jetzt noch viel samtener als vor dem gehen. Knete ihn durch und genieße das Gefühl des weichen und samtigen Teiges zwischen Deinen Fingern. Genieße auch den leicht säuerlichen und lieblichen Duft. Versuche all das wahrzunehmen und präge es Dir ein, denn dadurch gewinnst Du eine schnelle Sicherheit in der Zubereitung Deines Brotes. Je mehr Du mit Deinem Teig verbunden bist, umso besser wird Dein Brot.

Dann teilst Du den Teig in zwei Hälften und formst aus jedem einen schmalen länglichen Laib. Legst diese auf ein gefettetes oder mit Backpapier oder Silikonunterlage versehenes Blech. Jetzt wässerst Du mit Deinen Händen die Brotlaibe mit lauwarmem Wasser.
Lernen zu lieben!
Dann schneidest Du sie, von einem zu anderen Ende, in etwa 2,5 cm ein, damit es gut gehen kann und nicht rundherum aufreißt.


Nun wässerst Du Dein Brot nochmal.

[sich selbst zu lieben]
Danach streust Du Mohn nach Geschmack über Dein Brot. Stellst einen kleinen tiefen Teller, Schale oder Topf mit Wasser gefüllt in Deinen Ofen. Schiebe Dein Brot auf die mittlere Schiene in den kalten Ofen und stellst ihn bei einem Elektroherd auf ca. 240 Grad ein. Bei einem Gasherd oder Umluftherd weiß ich es nicht. Da müsstest Du Dich selbst erkundigen oder ausprobieren 🙂

Überhaupt empfehle ich Dir es als Forschungsprojekt zu sehen, dann bist Du immer offen für innere Eingebungen. Das Brot ist nach 45 Minuten fertig. Aber auch hier musst Du selbst nachfühlen, ob es für Dich gut ist. Das Brot was hier abgebildet ist, habe ich 10 Minuten länger im Ofen gelassen, weil ich es gebräunter haben wollte. Ich habe auch die Erfahrung gemacht, das ein verspätetes verarbeiten des Teiges, häufig ein noch viel schmackhafteres Brot ergeben hat.

[sich selber lieben lernen]

Wenn Du Dein Brot aus dem Ofen holst, dann lege es auf ein Ofengitter, damit es gleichmäßig abkühlen kann. Ich empfehle Dir, das abgekühlte und angeschnittene Brot immer offen, mit der Schnittseite auf einem Brett stehen zu lassen. Dann bleibt es außen knuspriger und innen länger frisch. Es lässt sich auch gut einfrieren.

[fühlen lernen]


So ein Brot kriegt man heute nicht mehr gekauft, daher lohnt sich der Aufwand auf jeden Fall, denn das Brot schmeckt einfach nur lecker. Es schmeckt mit süßem Aufstrich, aber auch Käse und anderer Belag schmecken köstlich darauf. Und ist es schon etwas älter, lassen sich daraus köstliche Röstis erstellen, die lecker zu cremigen Suppen schmecken oder wer es mag, Semmelknödel.

Wieder fühlen lernen


Nun wünschen Frank und ich Dir viel Erfolg und Genuss beim - fühlen lernen, – bei der Zubereitung und beim essen.
Guten Appetit 🙂

Liebe Grüße
Anita Vejvoda

Ps.: Du kannst den Teig nach dem kneten, auch in den Kühlschrank stellen und am Morgen das Brot backen. Oder sogar bis zum Abend im Kühlschrank stehen lassen, um das Brot dann backen zu können. Ich selbst lasse den Teig vorm verarbeiten, noch gerne warm werden. Dann kann das Brot besser aufgehen.

Anita

Ich liebe die Liebe, das Leben und das Lachen und all das darf in jedem erwachen. Sei mit dabei!

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